Hartriegel schneiden: Leitfaden für gesunde Wintertriebe

9. Januar 2026
Verfasst von Redaktion gutwohnen24.ch

 

Der richtige Schnitt bei Hartriegel (Cornus) entscheidet, wie gesund die Pflanze bleibt, wie sie wächst und wie stark sie blüht oder fruchtet. Viele Hobbygärtnerinnen und -gärtner – gerade am Anfang – zögern, wenn die Gartenschere in der Hand liegt: Wann schneiden? Wie stark einkürzen? Was sollte man unbedingt vermeiden? Richtig ausgeführt kann das Schneiden aber viel bewirken: Es fördert kräftige, leuchtend gefärbte Jungtriebe beim Weissen Hartriegel, die den Garten im Winter schmücken, und unterstützt gleichzeitig eine gute Ernte beim Kornelkirschen-Hartriegel.

Regelmässiges Schneiden hält Hartriegel langfristig vital und formschön. Es reduziert Krankheitsdruck, hilft beim Formen, lichtet zu dichte Partien aus und verjüngt den Strauch – damit er über Jahre kräftig bleibt. In diesem umfassenden Ratgeber führen wir dich Schritt für Schritt durch den ganzen Ablauf. Du erfährst die besten Zeitfenster, lernst Schnittmethoden für die gängigsten Arten kennen und erhältst Hinweise zur Pflege nach dem Eingriff. Ob erfahren oder neu im Garten: Hier findest du klare, praxistaugliche Anleitungen, damit deine Hartriegel im Garten dauerhaft schön bleiben – so, wie man es auch in vielen Schweizer Gärten vom Mittelland bis ins Voralpengebiet schätzt.

Warum und wann Hartriegel schneiden? Der Schlüssel zu einem gesunden, attraktiven Strauch

Wenn du Zeitpunkt und Ziel kennst, schneidest du Hartriegel so, dass Zierwert und Vitalität wirklich profitieren. Genau hier passieren in der Praxis viele Fehler – besonders in Gärten mit wechselhaftem Schweizer Frühlingswetter, wenn es tagsüber mild ist und nachts nochmals friert.

Die wichtigsten Ziele beim Hartriegel-Schnitt

Hartriegel schneiden schützt die Pflanze in erster Linie und ist erst in zweiter Linie eine Frage der Optik. Jeder Schnitt sollte einem klaren Zweck dienen – davon hängen Technik und Zeitpunkt ab.

Typische Gründe, warum man Hartriegel schneidet, sind:

  • Junge Triebe fördern: Das ist besonders wichtig bei Arten mit dekorativer Rinde, etwa Weisser Hartriegel (z.B. ‘Sibirica’) oder Roter Hartriegel. Am intensivsten rot oder gelb gefärbt sind ein- bis zweijährige Triebe. Ohne regelmässigen Schnitt vergreisen die Äste, werden graubraun und verlieren ihren Wintereffekt.
  • Gesundheit verbessern: Beim Sanitätsschnitt werden abgestorbene, kranke, mechanisch beschädigte oder durch Schnee gebrochene Triebe entfernt. Das senkt das Risiko für Pilz- und Bakterieninfektionen, die über Wunden eindringen könnten.
  • Krone auslichten: Wenn nach innen wachsende und sich kreuzende Äste herausgenommen werden, zirkuliert die Luft besser. Damit sinkt die Gefahr von Pilzkrankheiten, die dichte, feuchte Bereiche bevorzugen.
  • Grösse und Form steuern: Durch Schneiden bleibt der Strauch im passenden Mass für den Garten. Zudem lässt sich der Wuchs lenken – vom natürlichen, lockeren Habitus über ein kleines «Bäumchen» bis zum dichten Sichtschutz.

Optimaler Schnittzeitpunkt: Gartenkalender

Der richtige Termin bestimmt, ob der Schnitt hilft oder schadet. Massgebend sind vor allem Art/Sortengruppe und das Ziel des Eingriffs – und in der Schweiz zusätzlich die lokale Höhenlage (z.B. Jura vs. Tessin), weil sich der Austrieb deutlich verschieben kann.

Art / Schnittart Optimaler Zeitpunkt Begründung
Weisser Hartriegel, Roter Hartriegel, Ausläufer-Hartriegel Früher Frühling (Ende Februar–März) Der Schnitt im laublosen Zustand regt kräftige, farbintensive Neutriebe an. Details zu Methoden und Terminen findest du unter wiosenne terminy przycinania dereni – Zielony Ogródek.
Kornelkirsche (Cornus mas) Spätsommer (August–September) Wenn du nach der Ernte schneidest, sinkt das Risiko des «Blutens» (starker Saftaustritt).
Japanischer/amerikanischer Blütenhartriegel, Etagenhartriegel Später Frühling / Frühsommer Geschnitten wird nach der Blüte, damit keine Blütenknospen entfernt werden. Fachleute aus dem RHS guide to pruning dogwood for colourful stems betonen, wie wichtig die natürliche Struktur dieser Arten ist.
Sanitätsschnitt (alle Arten) Während der gesamten Vegetationszeit Kranke oder beschädigte Triebe werden sofort entfernt, sobald sie auffallen.

Was sollte man vermeiden?
Schneiden bei starkem Frost ist klar zu vermeiden: Schnittstellen sind dann anfälliger für Frostschäden, was grössere Triebpartien beeinträchtigen kann. Ebenfalls ungünstig ist ein starker Schnitt im späten Herbst, weil er neue Austriebe anregt, die bis zum Winter nicht ausreifen und leicht zurückfrieren – im Schweizer Mittelland ist das besonders häufig ein Thema, wenn es im November noch mild ist.

Wie schneidet man Hartriegel je nach Art? Leitfaden zu Sorten und Arten

Die richtige Schnittmethode hängt davon ab, welche Hartriegel-Art bei dir im Garten steht. Weil Hartriegel je nach Art sehr unterschiedlich wächst und reagiert, sollte der Schnitt immer zur konkreten Pflanze passen – egal, ob du einen Stadtgarten in Zürich oder einen Garten am Hang im Berner Oberland pflegst.

Weissen Hartriegel (Cornus alba) und Roten Hartriegel (Cornus sanguinea) schneiden

Junge, farbintensive Wintertriebe sind bei diesen Arten das Ziel – sie machen den Ziereffekt in der kalten Jahreszeit aus. Genau diese Jungtriebe sorgen dafür, dass der Garten im Winter nicht nur «grau» wirkt.

Die Vorgehensweise ist unkompliziert und sehr wirksam. Am besten funktioniert ein jährlicher, kräftiger Schnitt im frühen Frühling (Ende Februar bis März), bevor die Blätter austreiben. Es gibt zwei bewährte Varianten:

  1. Radikalschnitt (Verjüngung): Alle 2–3 Jahre werden sämtliche Triebe auf etwa 10–20 cm über dem Boden zurückgenommen. Das wirkt drastisch, löst aber einen starken Neuaustrieb aus – mit gesunden, intensiv gefärbten Jungtrieben.
  2. Staffelschnitt: Wenn du weniger radikal vorgehen willst, entfernst du jedes Jahr bodennah rund 1/3 der ältesten, dicksten und am schwächsten gefärbten Triebe. So bleibt der Strauch kontinuierlich jung, und die Winterfärbung ist jedes Jahr präsent.

Diese Methoden eignen sich hervorragend für Sorten wie Cornus alba ‘Sibirica’, ‘Elegantissima’ oder ‘Aurea’ sowie für Cornus sanguinea ‘Midwinter Fire’. Weitere praxiserprobte Hinweise findest du unter przycinanie dereni – Murator.pl – nützlich als Ergänzung, auch wenn Klima und Termine je nach Schweizer Region leicht abweichen können.

Kornelkirsche (Cornus mas): Schnitt mit Augenmass

Die Kornelkirsche braucht einen sanften, gezielten Schnitt, damit sie gesund bleibt und regelmässig fruchtet. Im Unterschied zu Zierhartriegeln ist ein harter Rückschnitt hier meist kontraproduktiv.

Beim Kornelkirschen-Hartriegel beschränkst du den Schnitt auf das Nötigste. Priorität hat der Sanitätsschnitt: kranke und beschädigte Triebe entfernen, ausserdem Äste, die die Krone übermässig verdichten – also sich kreuzende oder nach innen wachsende Partien. Entscheidend ist der Zeitpunkt: Schneide im Spätsommer (August–September) nach der Ernte. Ein Schnitt im Frühling ist ungünstig, weil er häufig zu starkem Saftaustritt («Bluten») führt und den Strauch schwächen kann. Junge Pflanzen lassen sich moderat erziehen – entweder als locker mehrstämmiger Strauch oder als kleines Bäumchen mit einem Stamm. Tipp aus der Praxis: Wenn die Kornelkirsche in der Nähe eines Trottoirs (de-DE: Gehweg) steht, lohnt sich ein leichter Auslichtungsschnitt auch, um das Lichtraumprofil sauber zu halten – Regeln dazu können je nach Gemeinde unterschiedlich sein.

Japanischer Blütenhartriegel (Cornus kousa), Amerikanischer Blütenhartriegel (Cornus florida) und Etagenhartriegel (Cornus controversa)

Bei Blütenhartriegeln gilt: so wenig schneiden wie möglich, damit die natürliche Form und die Blüte erhalten bleiben. Diese Arten wirken gerade dann am schönsten, wenn sie ihren typischen Aufbau behalten.

Sie wachsen langsam und entwickeln von selbst eine harmonische, oft etagenartige Krone – genau das ist ihr Reiz. Deshalb brauchen sie keinen regelmässigen Formschnitt. Eingriffe sollten sich auf den Sanitätsschnitt beschränken: abgestorbene (z.B. nach dem Winter), beschädigte oder krankheitsverdächtige Äste entfernen. Der beste Termin ist kurz nach der Blüte, damit Blütenknospen nicht verloren gehen (genauer: die dekorativen Hochblätter). Zu starker oder unnötiger Schnitt kann den Habitus dauerhaft stören und die Pflanze schwächen. Wie Fachleute der Royal Horticultural Society (RHS) betonen, ist das Bewahren der natürlichen Struktur entscheidend für die Wirkung dieser Arten. In der Schweiz lohnt sich ausserdem ein Blick auf den Standort: In windigen Lagen (z.B. auf offenen Jurahöhen) entstehen häufiger Winterschnittschäden, die du dann gezielt sanieren kannst.

Schnitttechniken Schritt für Schritt: Verjüngen, Formen und Hygiene-Schnitt

Mit wenigen sauberen Grundtechniken schneidest du Hartriegel kontrolliert und pflanzenschonend. So erreichst du dein Ziel – egal, ob Verjüngung, Form oder reine Schadstellen-Entfernung – ohne den Strauch unnötig zu stressen.

Anleitung für den Hygiene- bzw. Sanitätsschnitt

Der Sanitätsschnitt bringt sofort Ordnung in den Strauch und senkt das Krankheitsrisiko. Du kannst ihn während der ganzen Saison machen, sobald dir etwas auffällt.

  • Schritt 1: Triebe erkennen. Kontrolliere den Strauch sorgfältig und markiere abgestorbene (trocken, brüchig, unter der Rinde keine lebende Schicht), kranke (Flecken, Wucherungen, Verfärbungen) oder mechanisch beschädigte Triebe (gebrochen, eingerissen).
  • Schritt 2: Richtig schneiden. Schneide immer bis ins gesunde Holz – erkennbar am grünen Querschnitt. Setze den Schnitt mit scharfem Werkzeug ca. 0,5–1 cm über einer gesunden, nach aussen gerichteten Knospe. So wächst der neue Trieb nach aussen und verdichtet die Krone nicht.
  • Schritt 3: Dicke Äste entfernen. Stärkere Äste werden mit der Baumsäge «auf Astring» geschnitten, also direkt am verdickten Astansatz. Lass keinen Stummel stehen, da dieser zurücktrocknen und zur Eintrittspforte für Infektionen werden kann.

Verjüngungsschnitt beim Weissen Hartriegel: detaillierter Plan

Der Verjüngungsschnitt sorgt beim Weissen Hartriegel am zuverlässigsten für frische, farbige Wintertriebe. Wenn du ihn konsequent umsetzt, kommt die typische Rot- oder Gelbfärbung sichtbar zurück.

  • Schritt 1: Strauch beurteilen. Im frühen Frühling, bevor der Austrieb startet, schaust du dir den Strauch genau an. Suche die ältesten, dicksten Triebe mit blasser, graubrauner Rinde – diese werden bevorzugt entfernt.
  • Schritt 2 (radikale Variante): Bei alten oder vernachlässigten Sträuchern alle 2–3 Jahre kräftig zurückschneiden. Kürze alle Triebe mit Schere oder Säge auf etwa 15 cm über dem Boden.
  • Schritt 3 (schonende Variante): Bei regelmässig gepflegten Pflanzen jährlich im frühen Frühling bodennah 1/3 der ältesten Triebe herausnehmen. So entsteht Platz für junge Basistriebe.
  • Ergebnis: In beiden Fällen treibt die Pflanze stark durch und bildet viele neue, kräftige, intensiv gefärbte Triebe – als Winterzierde für die nächste Saison.

Hartriegel formen: vom Sichtschutz bis zum Hochstämmchen

Hartriegel kannst du je nach Bedarf als Hecke, als kleines Bäumchen oder fast naturbelassen erziehen. Das ist praktisch, wenn du im Garten Grenzen, Sichtschutz oder einen klaren Blickfang setzen willst – wie man es oft in kleineren Reihenhausgärten im Aargau oder in Innenhöfen in Basel sieht.

  • Als Hecke/Sichtschutz: Weisser Hartriegel eignet sich für frei wachsende oder geschnittene Hecken. Für eine dichte Wand werden Seiten und Spitze in der Vegetationszeit (Frühling bis Sommer) regelmässig gekürzt, was die Verzweigung fördert.
  • Als kleines Bäumchen (Stammform): Wähle einen kräftigen, geraden Trieb als Leittrieb (Stamm). Entferne seitliche Austriebe am Stamm bis zur gewünschten Kronenhöhe. In den Folgejahren wird die Krone durch Einkürzen und Auslichten aufgebaut.
  • Natürlicher Wuchs: Viele Hartriegel wirken am schönsten, wenn man sie weitgehend natürlich wachsen lässt. Oft genügt Sanitätsschnitt plus eine leichte Korrektur einzelner Äste.

Unverzichtbare Werkzeuge und Sicherheitsregeln beim Hartriegel schneiden

Mit scharfem, sauberem Werkzeug schneidest du präziser und reduzierst Stress sowie Infektionsrisiken für die Pflanze. Genau hier lohnt sich Qualität – gute Scheren bekommst du in der Schweiz problemlos im Fachhandel oder bei LANDI, und sie halten bei guter Pflege lange.

Die passenden Werkzeuge auswählen

Mit drei Basiswerkzeugen bist du für fast alle Schnittarbeiten am Hartriegel gut ausgerüstet. So musst du nicht improvisieren, wenn plötzlich doch ein dicker Ast wegmuss.

  • Handschere (Bypass): Für Triebe bis ca. 1,5–2 cm Durchmesser. Bypass-Scheren schneiden wie eine Schere und hinterlassen glatte Schnittflächen. Amboss-Scheren quetschen stärker und können Wunden erzeugen, die langsamer verheilen.
  • Teleskop-Astschere («Giraffe»): Ideal bei höheren Sträuchern oder wenn Äste im Kroneninneren entfernt werden sollen, ohne in den Strauch zu steigen.
  • Handsäge: Für Äste über 2 cm. Eine Säge mit feinen, scharfen Zähnen sorgt für einen sauberen Schnitt und schont die Rinde.

Hygiene als Schlüssel: Werkzeuge desinfizieren

Desinfizierte Klingen verhindern, dass du Krankheiten unbewusst von Pflanze zu Pflanze überträgst. Das ist besonders wichtig, wenn in der Umgebung bereits Pilzprobleme aufgetreten sind.

  • Warum ist das wichtig? Auf Klingen können Pilzsporen, Bakterien oder Viren haften. Ohne Desinfektion werden Krankheitserreger leicht von Pflanze zu Pflanze übertragen.
  • Wie desinfizieren? Wische die Klingen mit einem Tuch ab, das mit Brennspiritus, Salicylalkohol oder einem Desinfektionsmittel aus dem Gartenfachhandel getränkt ist.
  • Wann desinfizieren? Vor Arbeitsbeginn, nach jeder Pflanze – und besonders nach dem Entfernen offensichtlich kranker Triebe.

Schnittwunden schützen

Bei Schnittwunden zählt vor allem ein sauberer Schnitt – und nur bei grossen Wunden ein gezielter Schutz. So vermeidest du, dass du mehr schadest als nützt.

  • Wann ist es nötig? Nur grosse Schnittstellen (über ca. 2–3 cm Durchmesser), die beim Sägen dicker Äste entstehen, sollten geschützt werden.
  • Womit schützen? Verwende Wundbalsam bzw. Baumharz oder eine Emulsionsfarbe mit fungizidem Zusatz (z.B. mit Kupferpräparat). Das bildet eine Schutzschicht, bremst Infektionen und unterstützt die Wundheilung.
  • Was vermeiden? Kleine Schnittstellen von der Schere musst du nicht «zuschmieren». Die Pflanze kann solche Wunden in der Regel selbst gut abschotten.

Pflege nach dem Schnitt: Regeneration fördern und Fehler vermeiden

Gute Nachpflege hilft Hartriegel, sich nach dem Schnitt schnell zu erholen und kräftig auszutreiben. Mit ein paar einfachen Massnahmen unterstützt du die Regeneration deutlich – gerade bei trockenen Frühjahrsphasen, wie sie in vielen Schweizer Regionen zunehmend vorkommen.

Giessen und Düngen nach dem Schneiden

Nach einem kräftigen Rückschnitt braucht der Strauch vor allem Wasser und moderat Nährstoffe, damit neue Triebe stabil wachsen. Das gilt besonders bei Verjüngungsschnitten, die viele neue Austriebe auslösen.

  • Giessen: Direkt nach dem Schneiden und in den folgenden Wochen sollte der Boden gleichmässig, aber nicht nass, feucht bleiben. Das ist vor allem bei Frühjahrs-Trockenheit wichtig: Wasser ist nötig für Nährstofftransport und Gewebeaufbau.
  • Düngen: Nach dem Frühjahrs-Schnitt lohnt sich eine moderate Nährstoffgabe. Ideal ist eine Schicht reifer Kompost, die organische Substanz liefert und die Bodenstruktur verbessert. Alternativ eignet sich ein ausgewogener Mehrnährstoffdünger.
  • Mulchen: Rindenmulch, Holzschnitzel oder Kompost rund um die Basis halten Feuchtigkeit, unterdrücken Unkraut und verbessern das Substrat langfristig.

Häufige Fehler beim Hartriegel-Schnitt – und wie man sie umgeht

Die häufigsten Probleme entstehen durch Timing, zu viel Zurückhaltung oder unsauberes Arbeiten. Wenn du diese Klassiker vermeidest, bleibt der Strauch stabil, gesund und gut aufgebaut.

  1. Falscher Zeitpunkt: Zierhartriegel (z.B. Weisser Hartriegel) im Sommer zu schneiden nimmt den Winterzierwert; Kornelkirsche im Frühling zu schneiden fördert das schwächende «Bluten». Hinweise zu Terminen findest du unter przycinanie dereni – Murator.pl.
  2. Zu zaghaft beim Weissen Hartriegel: Wenn nur minimal gekürzt wird (oder gar nicht), vergreist der Strauch und die Triebfarbe lässt deutlich nach.
  3. Zu starker Schnitt beim Japanischen Blütenhartriegel: Unnötiger Rückschnitt zerstört den natürlichen Habitus und kann die Blüte reduzieren.
  4. Stummel stehen lassen: Zu lange Reststücke oberhalb einer Knospe trocknen oft zurück und werden zu Krankheitsherden.
  5. Stumpfe oder schmutzige Werkzeuge: Das führt zu ausgefransten Wunden, schlechter Heilung und ist eine häufige Ursache für Krankheitsübertragung.

Krankheiten nach dem Schnitt erkennen und vorbeugen

Ein kurzer Kontrollblick nach dem Schnitt hilft dir, Probleme früh zu erkennen und rechtzeitig zu reagieren. Ein sauberer Schnitt ist zwar bereits gute Vorbeugung, aber Beobachtung macht den Unterschied.

  • Worauf achten? Achte auf Triebsterben unterhalb der Schnittstelle, ungewöhnliche Flecken an Blättern und Trieben oder untypische Ausscheidungen.
  • Vorbeugen: Schneide an einem trockenen, freundlichen Tag (Nässe begünstigt Infektionen), desinfiziere Werkzeuge konsequent und vermeide Rindenverletzungen sowie ausgefranste Schnittflächen.
  • Häufige Probleme: Hartriegel können u.a. von Anthraknose oder Blattflecken befallen werden. Ein auslichtender Schnitt, der Luft in die Krone bringt, ist eine der besten Massnahmen, um das Risiko zu senken.

Fazit

Hartriegel schneiden wird einfach, wenn du dich an wenige klare Grundregeln hältst. Entscheidend sind: die passende Methode für die Art, ein guter Termin, scharfe und saubere Werkzeuge – und beim Weissen Hartriegel auch der Mut zum konsequenten Verjüngungsschnitt. Denk daran: Jeder Schnitt ist eine Investition in Gesundheit und Zierwert deiner Pflanzen – und in der Schweiz zahlt sich das besonders aus, weil Wetterwechsel und Winterfeuchte dichte Sträucher schnell anfällig machen können.

Saisonplan für den Hartriegel-Schnitt:

  • Früher Frühling (Februar–März): Kräftiger Verjüngungsschnitt bei Weissem Hartriegel, Rotem Hartriegel und anderen Arten mit farbigen Trieben. Zusätzlich Sanitätsschnitt bei allen Arten.
  • Später Frühling / Frühsommer: Nach der Blüte abgestorbene oder beschädigte Äste bei Cornus kousa und Cornus florida entfernen.
  • Spätsommer (August–September): Leichter Auslichtungs- und Sanitätsschnitt bei Cornus mas nach der Ernte.
  • Ganzjährig: Krankes oder mechanisch beschädigtes Holz laufend entfernen.

Mit regelmässiger, gut geplanter Pflege werden deine Hartriegel das ganze Jahr über zum Blickfang – von der Blüte im Frühling über das Laub im Sommer bis zu den farbigen Wintertrieben.

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Häufig gestellte Fragen (FAQ)

Wann ist der beste Zeitpunkt, um Hartriegel zu schneiden?

Der beste Zeitpunkt hängt von der Art ab. Die meisten Zierhartriegel (z.B. Weisser Hartriegel) werden im frühen Frühling (Ende Februar bis März) im laublosen Zustand geschnitten, damit neue, farbige Triebe nachwachsen. Eine Ausnahme ist die Kornelkirsche (Cornus mas): Sie wird nach der Ernte im August geschnitten, um starken Saftaustritt zu vermeiden – in kühleren Lagen kann sich die Ernte (und damit der Schnitt) auch etwas nach hinten verschieben.

Wie schneidet man Weissen Hartriegel, damit die Triebe rot bleiben?

Für intensiv rote Triebe empfiehlt sich alle 2–3 Jahre ein kräftiger Verjüngungsschnitt im frühen Frühling. Dabei werden alle Triebe auf 10–20 cm über dem Boden zurückgenommen. Das regt die Bildung vieler junger, einjähriger Triebe an, die am stärksten gefärbt sind. Konkrete Hinweise findest du unter wiosenne terminy przycinania dereni – Zielony Ogródek.

Muss man Japanischen Blütenhartriegel (Cornus kousa) schneiden?

In der Regel nein. Meist genügt ein Sanitätsschnitt, also das Entfernen von toten, kranken oder beschädigten Ästen. Cornus kousa hat von Natur aus einen schönen, etagenartigen Wuchs; unnötiger Schnitt kann die Form beeinträchtigen und die Pflanze schwächen.

Was tun, wenn die Kornelkirsche nach dem Schnitt «blutet»?

Starker Saftaustritt nach dem Schnitt ist typisch, wenn Cornus mas im Frühling geschnitten wird. Lebensbedrohlich ist das meist nicht, es kann den Strauch aber schwächen. Am besten beugst du vor: Schneide die Kornelkirsche im Sommer (August) nach der Fruchtphase.

Welche Werkzeuge eignen sich zum Hartriegel schneiden?

Für dünnere Triebe (bis 2 cm) reicht eine scharfe Bypass-Gartenschere. Für dickere Äste verwendest du eine Baumsäge. Wichtig ist, dass Werkzeuge sauber und desinfiziert sind (z.B. mit Brennspiritus), damit keine Krankheiten übertragen werden. Mehr dazu findest du unter przycinanie dereni – Murator.pl – beachte dabei, dass Empfehlungen je nach Region und Klima angepasst werden können.

Autoritative Quellen

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